Verladetraining




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"Wenn man seinem Pferd beibringt zu kämpfen, wird es eines Tages versuchen zu gewinnen."

Alfonso Aguilar     

Das Verladetraining:

Verlade1Das Verladetraining ist letztlich nur ein kleiner Teil des gesamten Bereichs Bodenarbeit.

 Häufig aber ist es aber einer der wenigen Kontaktpunkte zwischen Mensch und Pferd, die sonst kaum am Boden arbeiten. Hier kommt es dann plötzlich zu Problemen.
Es kann die unterschiedlichsten Gründe geben, warum es an der Anhängerklappe zu Problemen kommt. Und diese Probleme sehen dann auch noch völlig unterschiedlich aus:
Das eine Pferd wirft schon den Anker, wenn es den Anhänger und unsere Absichten schon aus der Ferne erspähen kann, das andere Pferd huscht schnell hinauf, aber ehe wir uns versehen, ist es dann bereits wieder unten.
Das nächste beschließt, es sich auf der Hälfte der Anhängerklappe gemütlich zu machen.
Nicht zu vergessen, das junge Pferd, das beim Anblick des Anhängers direkt mitsamt des Besitzers am Halfter den Rücktritt zur Koppel antritt.
Das hört sich aus der Ferne betrachtet sehr amüsant an, ist aber natürlich alles andere als lustig und vor allem für Mensch und Pferd sehr gefährlich. Denn, wenn 600 Kilo Lebendgewicht eine andere Idee haben, und das auch noch in der Enge des Anhängers, wird es schnell ernst!

Um das Verladen anzugehen, müssen wir als Erstes die Ursache des Problems finden. Ich verlade die Pferde grundsätzlich aus der Position neben dem Anhänger. Das hat unterschiedliche Vorteile:
Der für mich wichtigste Vorteil ist die Sicherheit!
Verlade2In der Regel haben Pferde, die beim Verladen ein Problem zeigen, schon ihre Erfahrungen gesammelt. In der unmittelbaren Nähe eines Pferdes, welches sich in dieser Enge nicht wohl fühlt, möchte ich mich ohne die Möglichkeit meinen eigenen Körper in Sicherheit zu bringen, nicht aufhalten. Ein Vorteil ist auch, dass das Pferd einen ganz neuen Ablauf und damit auch ein neues Bild der Übung kennen lernt und sich in der Regel dadurch schon besser darauf einlässt, da das Bekannte (Mensch geht vor mir auf den Hänger) bereits negativ belegt wurde.
Unser Endergebnis ist durch diese Methode hervorragend:
Das Pferd lässt sich von uns alleine verladen. Wir schicken es auf den Anhänger und können anschließend selbst in aller Ruhe und ohne Helfer die Stange vorsetzen und die Klappe schließen!
Um dieses Ergebnis zu erhalten, müssen wir natürlich alle Vorstufen solide erarbeiten und uns schon außerhalb des Anhängers über einige wichtige Punkte Gedanken machen. Ein Pferd, welches eventuell mit einem Anhänger verunfallt ist oder andere tief eingespeicherte negative Erfahrungen gemacht hat, braucht natürlich eine noch intensivere Herangehensweise, um das Trauma zu bewältigen.
















"Lasse deinem Pferd immer eine Tür offen. Aber sei dir sicher, dass es die richtige ist."

Reynir Adalsteinsson