Freiarbeit




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"Wenn du das Seil entfernst, bleibt nur eins...Die Wahrheit"

Pat Parelli     

Die Freiarbeit:

StartseiteDie Arbeit mit dem Pferd, frei und ohne Zwang,
ist mein Steckenpferd.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich das erste Mal Freiarbeit live erleben durfte.

2005 trat Jean-Francois Pignon als Show-Act auf der Baltic-Horse-Show in Kiel auf - ich war gefesselt...
Wie schaffte dieser Mann es, seine fünf Stuten in dieser großen Halle und dieser aufgeregten Atmosphäre bei sich zu behalten? Ohne Halfter und Strick, so dass sie sich am Ende der Show alle gemeinsam vertrauensvoll, vor 10.000 Zuschauern, genüsslich im Sand der Arena wälzten?
Dieser Auftritt hat mich so gefesselt, dass für mich klar wurde, es kann nichts Schöneres geben, als diese Arbeit mit dem Pferd.
Zu diesem Zeitpunkt lag dies für mich aber noch in weiter Ferne, da mein eigenes Pferd, ein 2 ½ Jahre alter Junghengst, noch einige Flausen im Kopf hatte. Ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen, mit diesem Jungspund in solch eine Richtung zu arbeiten und das würde ich auch heute nicht!
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Erst die Basis, dann die Kür.    

Vergessen habe ich diesen Traum aber nie, den ich mir inzwischen erfüllen konnte.

Damit kommt aber der wichtigste Punkt der Freiarbeit und einer, der mir besonders am Herzen liegt:

Diese Form der Arbeit funktioniert für mich nur, wenn eine reelle, respektvolle und absolut stabile Basis erarbeitet wurde. Es ist eine Arbeit, die leicht und weich aussieht, was sie zweifelsfrei sein muss, aber sie wird durch klare Regeln von Seiten des Menschen und des Pferdes immer wieder begleitet.
Sollten diese Regeln missachtet oder die Basis nicht ausgiebig erarbeitet worden sein, kann die Freiarbeit besonders für den Menschen sehr gefährlich werden.
Daher ist die Freiarbeit in meinem Verständnis „nur“ die Krone einer guten Ausbildung vom Boden und einer guten partnerschaftlichen Beziehung zwischen Pferd und Mensch.
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Das Pferd muss jederzeit deinen Individualbereich respektieren und sich zu gleichen Teilen an deiner Seite wohlfühlen. Freiarbeit bedeutet daher in erster Linie Charakterschulung. Denn nur ein klarer und gleichermaßen auch fairer Chef kann sich auch in der Freiheit darauf verlassen, dass seine Regeln nicht missachtet werden und das Pferd trotzdem seine Nähe sucht, um mit ihm zu arbeiten.

Ich lerne immer mehr, dass besonders in dieser Arbeit das Pferd ganz unverfälscht zum Spiegel seines Menschen wird, der uns unsere Stärken aber auch Schwächen zeigt.










































"Die Freude an der Arbeit ist der Ersatz, den wir dem Tier geben sollten für ihre verlorengegangene Freiheit"

Fredy Knie